Sanierung der Ärztlichen Bereitschaftspraxis Alzey

Die aktuellen Räumlichkeiten der Ärztlichen Bereitschaftspraxis Alzey werden demnächst saniert.
Es ist geplant im Laufe des Januar 2016 die Ärztliche Bereitschaftspraxis (ÄBP) in die ehemaligen Räume der „Dialysepraxis“ im EG provisorisch umzuziehen. Die genauen Termine hierzu werden wir noch bekannt geben.
Anschließend werden die alten Räume der ÄBP dann komplette saniert – Umbauzeit – ca. 6-7 Monate.

Ist eine Grippewelle im Anmarsch?

Gesundheit: Ärzte verzeichnen eine steigende Zahl an Menschen, die sich eine Erkältung eingefangen haben

Ist eine Grippewelle im Landkreis Alzey-Worms im Anmarsch? Influenzafälle werden zwar meist in der Zeit nach Weihnachten gemeldet, erklärt Dr. Ralf Schneider, der Vorstandsvorsitzende des Ärztezusammenschlusses Medi Südwest. Hinsichtlich der aktuell steigenden Zahl der Erkältungsfälle könne aber schon jetzt mit einer Grippewelle im Winter gerechnet werden. „Rund 120 Patienten waren allein vergangene Woche in meiner Praxis, die an Husten, Schnupfen oder Halsschmerzen leiden“, berichtet der Alzeyer Allgemeinmediziner.

Mehr Infektionen
Insgesamt gebe es rund drei Mal so viele Betroffene wie im vergangenen Jahr – und meist sei eine steigende Zahl an Erkrankungen „ein Vorbote einer Grippewelle“, spricht Schneider aus Erfahrung. Unter anderem ein Grund für seine Annahme: Der Herbst sei dieses Jahr deutlich kühler, meint Schneider nach eigenem Empfinden. Auch seien die Temperaturen relativ abrupt nach unten gestürzt, nachdem es im Sommer überwiegend heiß war. „Der plötzliche Wetterumschwung könnte dazu geführt haben, dass so viele Menschen sich derzeit eine Erkältung einfangen“.
Der Vorsitzende des Gesundheitsnetzes Region Alzey e. V., Dr. Friedel Rohr, bewertet die Situation anders. Für den Framersheimer Arzt gebe es noch „keine Anzeichen darauf, dass eine Grippewelle im Anmarsch ist“. Zwar sei die Zahl der Patienten, die an Atemwegserkrankungen wie Husten oder Schnupfen leiden, seit geraumer Zeit angestiegen. Doch seiner Ansicht nach sei das zu dieser Jahreszeit üblich, sagt Rohr. „Die Anzahl der echten Grippeerkrankungen schwankt von Jahr zu Jahr so sehr, dass keine verlässliche Aussage für den kommenden Winter möglich ist“, meint auch Gebhard Weitzel von der DAK-Gesundheit in Alzey. Vorausschauend sei aber eine Impfung für viele Menschen wichtig. Vor allem die sogenannten Risikogruppen sollten sich gegen die Influenza impfen lassen, rat die DAK-Gesundheit zur Vorsorge.
Dazu zählen vor allem Menschen ab 60 Jahren. Nach Zahlen des Statistischen Landesamtes sind von den 125998 Einwohnern im Kreisgebiet Alzey-Worms (Stand 31. Dezember 2014) 23284 65 Jahre und älter. Zudem müssten sich auch Schwangere oder Menschen, die an chronischen Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes leiden, gegen die Influenza schützen, erklärt Rohr. Für sie alle trage die Krankenkasse im Regelfall die Kosten.
Aber auch für bestimmte Berufsgruppen komme eine Schutzimpfung infrage, merkt Beate Fughe von der Brunnen-Apotheke in Alzey an. „Wer viel mit Menschen Kontakt hat, etwa Erzieher, Lehrer oder Krankenschwestern, sollte sich mit einer Impfung schützen“, empfiehlt die Apothekerin. Nicht umsonst wird vor dem Geschäft mit einem digitalen Bildschirm darauf aufmerksam gemacht, an die Grippeimpfung zu denken.
In der Praxis von Dr. Schneider haben sich rund 150 Menschen gegen die Grippe impfen lassen. „Rund 400 werden es am Ende vermutlich sein. Das ist der Erfahrungswert“, sagt der Alzeyer Mediziner. Meist bleiben die Zahlen konstant. „Personen, die sich schon immer gegen die Grippe haben impfen lassen, halten das bei“, erklärt Schneider. Andere lassen die Impfung sein. Ihre Begründung laute meistens, dass sie noch nie eine Grippe eingefangen haben und sie es nicht für nötig halten, es zu ändern.
Derzeit kursiere das Gerücht, dass die hohe Anzahl von Flüchtlingen in Deutschland die Grippe aus ihrer Heimat mitbringen könnten, sagt der Framersheimer Arzt Dr. Rohr. „In den Ländern, aus denen die Flüchtlinge herkommen, entstehen solche Viruserkrankungen erst gar nicht“, widerspricht er aber dieser Annahme. Ebenso sein Kollege Schneider.

GRIPPE ODER ERKÄLTUNG?
Nicht jede Atemwegserkrankung ist eine Grippe. „Die Symptome einer Influenza sind plötzlich auftretendes Fieber, ein Gefühl von Abgeschlagenheit beziehungsweise Gliederschmerzen sowie Husten und Schnupfen“, erklärt der Allgemeinmediziner Dr. Schneider.
Eine Grippeimpfung hat einen Wirkungsschutz zwischen 3 und 6 Monaten, sagt der Framersheimer Arzt Dr. Frfiedel Rohr.
Eine Schutzimpfung kostet rund 20 Euro. Gewöhnlich werden die Kosten einer Grippeimpfung aber von den Krankenkassen getragen, sagt die Alzeyer Apothekerin Beate Fughe.

Sprechstunde in der Zeltstadt – Framersheimer Arzt Friedel Rohr betreut Menschen in der Notunterkunft

Direktlink zum folgenden Artikel: http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/alzey/alzey/sprechstunde-in-der-zeltstadt_16271940.htm

 

ALZEY – Mit einem Untersuchungskoffer und einer Kiste bepackt steigt Dr. Friedel Rohr aus seinem Wagen. „Ich habe Taschentücher und Mittel gegen Husten, Schnupfen sowie Antibiotika dabei, die ich in meiner Praxis zusammengepackt habe“, erklärt der Framersheimer Arzt. Björn Becker, Leiter der Zeltstadt in der Robert-Bosch-Straße, nimmt ihn am Eingang zur Notunterkunft im Empfang. Er hilft Rohr, die Sachen in den Sanitätswagen zu tragen. Dort bietet der Framersheimer Arzt erstmals eine Sprechstunde für die Flüchtlinge an, die seit vergangener Woche im Alzeyer Industriegebiet übergangsweise untergebracht sind.

„Bisher kamen die Flüchtlinge zu mir in die Praxis“, erzählt Rohr. Der Gedanke, die ärztliche Betreuung vor Ort in der Flüchtlingsunterkunft anzubieten, kam von Dr. Jens Duersel-Mierswa vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) Mainz-Bingen, das zusammen mit dem Kreisverband Kirchheimbolanden die Notunterkunft leitet. „Die Einsatzleitung war der Ansicht, dass es sinnvoll ist, medizinische Versorgung in der Zeltstadt sicherzustellen“, sagt Duersel-Mierswa. Fest einen Arzt zu engagieren, sei schwierig umzusetzen gewesen, meint der DRKler. „Deswegen haben wir uns darauf geeinigt, solch eine Sprechstunde anzubieten.“ In der Freien Notarztgruppe in Alzey fragte Duersel-Mierswa bei seinen Kollegen an, wer für Sprechstunden in der Notunterkunft zur Verfügung stünde. Rohr erklärte sich bereit. „Das Problem ist, dass die Sanitäter in der Zeltstadt nur die Erstversorgung leisten dürfen“, erklärt der Framersheimer Arzt, wieso er sich ehrenamtlich einsetzt. Verbandsmaterial und Pflaster seien in der Zeltstadt vorhanden. Medikamente jedoch nicht, da sie von DRK-Helfern nicht ausgegeben werden dürfen. Nur mit Rücksprache und Genehmigung eines Arztes sei das möglich, erklärt Rohr die Gesetzesvorgabe.

Der erste Flüchtling kommt an den Sanitätswagen. Es ist ein vierjähriger Junge. „Na, was hast du, mein Kleiner?“, fragt Rohr. Erst zeigt der Junge auf seinen Hals, dann führt er seine Hände an seinen Kopf. Rohr nimmt den Flüchtling mit in den Sanitätswagen. Auch sein Onkel ist bei der Untersuchung dabei. „Es ist wichtig, dass jemand beim Übersetzen hilft“, erklärt Rohr. Doch weder der Junge noch sein Onkel können Englisch. Zufällig ist aber ein Dolmetscher vor Ort. Die Sprachbarriere ist überwunden.

Maximilian Kerzisnik, Rettungssanitäter beim DRK Mainz-Bingen, steht Dr. Rohr bei der Sprechstunde zur Seite. Für die beiden Wochen, in denen die Notunterkunft in Alzey bestehen soll, ist er für die Betreuung der Menschen im Einsatz. „Wenn die Flüchtlinge etwas haben, schaue unter anderem ich nach ihnen. Bei Notfällen transportieren wir sie dann in das DRK-Krankenhaus“, erzählt Kerzisnik.

„Eine Erkältung“, sagt Rohr nach der Untersuchung. Der DRK-Sanitäter notiert das Ergebnis auf die Ambulanzkarte des Jungen. Sie wird für jeden Flüchtling angelegt, der vom Arzt untersucht wird. „Es muss alles dokumentiert werden“, erklärt Kerzisnik. Dadurch haben die Ärzte einen konkreten Überblick über den Krankheitsverlauf der Flüchtlinge. Aus seinem Koffer holt der Framersheimer Arzt Tabletten heraus. Anschließend erklärt er dem Onkel und dem Dolmetscher, wie und wann sie eingenommen werden müssen. Der kleine Junge, der vor der Untersuchung noch etwas ängstlich wirkte, lächelt und winkt, als er den Sanitätswagen verlässt.

Zwei Stunden später ist der ehrenamtliche Einsatz von Rohr in der Zeltstadt vorbei. „Es war durchgehend jemand da“, berichtet er. Die Kommunikation habe fast immer funktioniert. „Viele Flüchtlinge beherrschten gutes Englisch.“ Rohr verabschiedet sich bis zur nächsten Sprechstunde, die er in der Zeltstadt anbietet.

Der Netzwerker, Ausgabe 1 (Oktober 2015)

DER NETZWERKER    
Oktober 2015

Liebe Mitglieder und Freunde des Gesundheitsnetz Region Alzey e.V.,

dies ist die erste Ausgabe unserer neuen Vereinspostille „DER NETZWERKER“. Wir, der Vorstand, wünschen viel Freude beim Lesen. In dieser Ausgabe berichten wir von den bisherigen Vereinsaktivitäten in diesem Jahr und geben einen Ausblick auf die nächsten drei Monate.
Warum eine Vereinspostille, werden sich einige Mitglieder fragen. Das ist ganz einfach: um alle Mitglieder und Interessierte über das Vereinsleben und die verschiedenen Vereinsaktivitäten zu informieren, um Interesse und Engagement der Mitglieder zu wecken und Ihnen allen aufzuzeigen, wie Sie einen Mehrwert von Ihrer Vereinsmitgliedschaft erhalten. Los geht’s! Hier sind die Themen:

1.    Aktiver als je zuvor
2.    Die Netzwerkplattform
3.    Was kommt jetzt?
4.    Zu guter Letzt …

Bisher sind wir als Verein vor allem bei den Nachtvorlesungen in Erscheinung getreten oder bei der Organisation von Notfallseminaren und dem Notarztdienst. Doch als lebendiger Verein leider nicht. Ausgehend von der Jahresversammlung 2014, welche an sich schon den Startschuss für neue Vereinsaktivitäten bildete, hatten wir in diesem Jahr mehrere erfolgreiche Netzwerktreffen organisiert, insgesamt drei Stück. Mal nur für Mitglieder, mal auch für Interessierte aus der Region Alzey. Die Resonanz war überaus positiv und ermutigend. Das lag sicherlich an dem Konzept der Netzwerktreffen: eine tolle Location mit kleinem Imbiss sowie zwei Vorträgen und anschließendem Erfahrungsaustausch und Diskussion. Vorträge? Das hört sich erstmal langweilig und abgedroschen an, aber dem war nicht so. Im letzten Netzwerktreffen zum Beispiel stellte unser Mitglied Ralf Karkowski, sein Arbeitsgebiet Logopädie vor. Für alle Anwesenden ein echter Augenöffner mit vielen wichtigen Informationen über die Logopädie als Therapiegebiet, aber auch über Patienten und reale Fälle. Und gerade die Fallstudien zeigten eindringlich die vielen verschiedenen Verknüpfungspunkte, die zu den Behandlungsfeldern von Ärzten und Physiotherapeuten vorhanden sind. Logopädie ist eine komplementäre Therapie, die vielfach zu einer holistischen Behandlung einfach dazugehört.

Außer einem Mitgliedervortrag gibt es auch immer einen Impulsvortrag zu einem aktuellen politischen Thema. Im letzten Netzwerktreffen hat unser langjähriges Mitglied Sanitätsrat Dr. med. Günter Gerhardt zu den geplanten Terminservicestellen kritisch Stellung bezogen. Merke auf, ab dem 1.1.2016 müssen die Kassenärztlichen Vereinigungen sogenannte Terminservicestellen eingerichtet haben. Kritisch hat Dr. Gerhardt beleuchtet, ob und inwieweit Ärzte mit den Terminservicestellen der KV zusammenarbeiten müssen, welche Konsequenzen diese Neuerung auf den Praxisalltag hat und wo noch Schwachstellen und Unklarheiten im Konzept bestehen. Eine angeregte Anschlussdiskussion hat gezeigt, dass auch viele der Anwesenden nicht ausreichend informiert waren und sehr unterschiedliche Sichtweisen auf das Thema haben.
Sie sehen, es lohnt sich an den Netzwerktreffen teilzunehmen. Nicht nur Information, sondern vor allem der interdisziplinäre Austausch zwischen den Mitgliedern steht hier im Fokus.

Interdisziplinärer Austausch ist das Kernanliegen der Netzwerktreffen. Die diesjährigen Treffen haben ganz klar gezeigt, dass Gesprächsbedarf vorhanden ist, aber bisher das richtige Forum dafür gefehlt hat. Solch ein Forum hat der Verein nun geschaffen: unsere Netzwerktreffen. Die Resonanz der Mitglieder, die Zahl der Teilnehmer und vor allem der nachhaltige Austausch untereinander, all das sind Belege für die Notwendigkeit der Netzwerktreffen. Der Verein nimmt diese Aufgabe gerne an und wird diese Netzwerkplattform pflegen und weiter ausbauen. Alle Mitglieder sind aufgerufen, hier aktiv mitzuwirken und sich mit Ihren Erfahrungen und Ideen einzubringen. Eine Netzwerkplattform für den interdisziplinären Austausch von Mitgliedern für Mitglieder – das ist das Vereinsanliegen Nummer 1!

Bei Interesse ein Netzwerktreffen thematisch zu gestalten, einen Vortrag zu halten oder einfach nur für Ideen für eine besondere Räumlichkeit, werden Sie aktiv und melden Sie sich. Zurzeit bitte beim Vorstand, später vielleicht bei einem Mitgliederkomitee …

Das Jahr geht in großen Schritten seinem Ende zu, doch das Gesundheitsnetz hält noch zwei Knüller parat.
Der erste Knüller ist das nächste Netzwerktreffen am 06.10.2015 zu dem sich Frau Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Landesministerin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie angekündigt hat. Melden Sie sich an, noch sind freie Plätze vorhanden. Nutzen Sie die einmalige Gelegenheit, mit der obersten Verantwortlichen für die Gesundheitspolitik in Rheinland-Pfalz in einen konstruktiven Dialog zu treten und Ihre Anliegen vorzutragen.

Der zweite Knüller ist die Jahresversammlung 2015 des Gesundheitsnetzes im Dezember. Merken Sie sich den Termin 01.12.2015 vor und lassen Sie sich überraschen. Weitere Details folgen nach Abschluss der Planungsarbeiten.     
Am 25.11.2015 findet wieder eine Nachtvorlesung statt. Thema diesmal ist: Sprachstörungen bei Erwachsenen und Kindern. Separate Werbung für die Nachtvorlesung durch Plakate und E-Mails ist in Vorbereitung.

 

Alle Termine im Überblick:

6. Oktober 2015    Netzwerktreffen
Unser Gast: Frau Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Landesministerin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie
25. November 2015    Nachtvorlesung
Thema: Sprachstörungen bei Erwachsenen und Kindern

1. Dezember 2015    Jahresversammlung 2015

Kein Gag, kein Cartoon, sondern ein Aufruf in eigener Sache. Das Gesundheitsnetz Region Alzey e.V. hat den ersten Schritt gemacht, ein aktives Netzwerk für seine Mitglieder zu werden. Das reicht nicht für eine nachhaltige Erneuerung. Wir rufen alle Mitglieder auf, sich aktiv in die Gestaltung und Neuausrichtung des Netzwerkes einzubringen. Der erste Anlaufpunkt für entsprechende Aktivitäten und Diskussionen sind die Netzwerktreffen. Zusätzlich sind die Vorstandsmitglieder jederzeit ansprechbar. Die Intention ist klar, wir wollen ein lebendiges und agiles Netzwerk zum Thema Gesundheit in der Region Alzey sein.
Dafür brauchen wir Sie als aktive Mitglieder. Die Möglichkeiten sind vielfältig, die Verantwortung groß – auf viele Schultern verteilt ist das Ziel, leicht zu erreichen. Machen Sie mit, gestalten Sie mit, für Ihren Mehrwert ein Netzwerker zu sein!

Mit freundlichen Grüßen,
Dr. Friedel Rohr, Erster Vorsitzender

KONTAKTDATEN
Gesundheitsnetz Region Alzey e.V.
Kreuznacher Straße 7-9
55232 Alzey
E-Mail: drfrohr@gn-az.de